Editorial Januar

Die wichtigsten Aktienmärkte legten im Januar leicht zu. Der EuroStoxx 600, der S&P 500 und der Nasdaq stiegen zwischen dem 29. Dezember und dem 31. Januar bei Börsenschluss um +1,5%, +3,7% bzw. +3,0%.

Das Jahr 2024 beginnt positiv, aber das Hintergrundbild ist uneinheitlich. Das Thema, das weiterhin an Bedeutung gewinnt und den Anlegern eine gute Performance beschert, ist nach wie vor die künstliche Intelligenz. Der Nasdaq, an dem viele Technologieunternehmen angesiedelt sind, die in diesem Bereich tätig sind, verzeichnete zu Beginn des Jahres den besten Start unter den großen Indizes. In unseren Portfolios reagierte ASML, der Weltmarktführer für Lithographie-Maschinen zur Herstellung von Halbleitern, gut auf die Ankündigung eines starken Anstiegs seiner Aufträge. Publicis, der Weltmarktführer im Bereich Marketing, hat ebenfalls eine gute Dynamik und setzt bereits Werkzeuge der künstlichen Intelligenz ein, die ganz erstaunlich erscheinen. 

Im Gegensatz dazu enttäuschte China bislang weiterhin und scheint sich nicht aus dem Tief herauszuarbeiten, in das es seit dem letzten Frühjahr geraten ist. Als Fabrik der Welt hat seine mangelnde Dynamik eine Verzögerung des industriellen Aufschwungs zur Folge, den wir seit mehreren Monaten erwarten. Unsere Positionen in Bergbau-, Energie- und Industrieunternehmen zeigten in letzter Zeit eine schwache Performance. Wir sind jedoch nach wie vor davon überzeugt, dass der Industriezyklus, der seit nunmehr zwei Jahren auf der Stelle tritt, unter dem Druck der Nachfrage der Endverbraucher irgendwann wieder in Gang kommen wird. Die Nachfrage dürfte weiterhin stark bleiben, wenn sich der Wirtschaftsaufschwung weiter abzeichnet und die Inflation sich weiter normalisiert.

Ganz allgemein konzentrieren sich unsere langfristigen Überlegungen weiterhin auf die KI und ihre potenziellen Auswirkungen auf die Unternehmen, die wir besitzen, die Unternehmen, die wir besitzen sollten, und die Wirtschaft im Allgemeinen. Es ist in der Tat möglich, dass ihr Einsatz eine Welle von Produktivitätssteigerungen in den Unternehmen auslösen wird, deren Ausmaß wir noch nicht ganz verstehen. Das wäre eine sehr gute Nachricht für unsere Volkswirtschaften.

Die Clartan-Fonds zeigten im Januar eine uneinheitliche Performance: Valeurs stieg um +1,6% und Europe sank leicht um -1,7%, Ethos schloss mit 0%, Évolution mit +1,5% und Patrimoine mit +0,4%.