Oktober 2020

Im Oktober setzte sich der Abwärtstrend vom September an den Börsen fort: Der weltweite MSCI World (Net Return) sank um 2,4%, der europäische EuroStoxx 600 (Net Return) um 5,1%. Gründe hierfür waren der Anstieg der Covid-Fallzahlen, insbesondere in Europa, und die Vielzahl der von europäischen Ländern verhängten Mobilitätsbeschränkungen.

Die gesundheitspolitischen Zwänge bremsen die im Sommer beobachtete kräftige Konjunkturerholung aus (BIP der Eurozone: +12,7% im dritten Quartal). So hat der Internationale Währungsfonds seine Prognose für das weltweite Wachstum nach unten korrigiert und rechnet nun für 2020 mit einem Rückgang um 4,4% und für 2021 mit einem Plus von 5,2%. Gemildert werden die in Europa spürbaren Befürchtungen der letzten Wochen jedoch – wie schon im Vormonat berichtet – von den Nachrichten aus China, wo die Aktivität im verarbeitenden Gewerbe im Oktober den höchsten Stand seit zehn Jahren erreicht hat, und den USA, wo die Verbraucher wieder ebenso konsumfreudig sind wie vor der Pandemie.

Den eingetrübten Konjunkturaussichten in Europa, insbesondere für das vierte Quartal, konnten sich auch unsere Teilfonds nicht entziehen. Entsprechend gaben die Nettoinventarwerte des Clartan Valeurs und des Clartan Europe um etwa 7% nach. Die sehr enttäuschende Wertentwicklung liegt darin begründet, dass das Profil dieser Teilfonds stark europäisch geprägt ist und es sich bei den Positionen zum Teil (30%) um „Value“-Titel, also Wertpapiere mit deutlich unter dem Fundamentalwert liegender Marktbewertung, handelt. Zu gegebener Zeit wird der Markt dem wahren Wert dieser Titel wieder Rechnung tragen, wie es unsere Analysen nahelegen. Beispielhaft für Bestandteile unserer „Value“-Komponente seien Unternehmen wie BNP Paribas oder Elis genannt. Beide bestätigen uns mit ihren jüngsten Ergebnissen in unserer Einschätzung und zeigen, dass unsere Einordnung als „Qualitätstitel“ begründet ist. So hat BNP dank nach wie vor solider Zahlen den Markt mit Ergebnissen überrascht, die durchweg über den Erwartungen lagen, und damit alle Argumente für seine aktuell ungerechtfertigte Bewertung entkräftet. Auf Basis eines Eigenkapitals von 111 Mrd. Euro beträgt das Kurs-Buchwert-Verhältnis 37% bei einem für 2020 erwarteten Nettogewinn von über 6 Mrd. Euro. Auch die Industriewäscherei Elis hat mit ihren Ergebnissen die Markterwartungen übertroffen. Indem sie unter widrigen Bedingungen Cashflows generiert hat, hat sie ihre Anpassungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Als Ergebnis stieg der Kurs am Tag der Veröffentlichung um 14% und veranlasste die Analysten, ihre Prognosen nach oben zu korrigieren. Darum schreiben wir den Portfolios unserer Teilfonds angesichts des strukturellen Werts jeder einzelnen Position ein deutliches Aufwärtspotenzial im Verhältnis zu ihren aktuellen Kursen zu.

Neben der „Value“-Komponente besteht das Fundament unserer Portfolios zu mehr als 50% aus Unternehmen hervorragender Qualität, die aufgrund ihres höheren Wachstums oder ihrer stärkeren Widerstandsfähigkeit kaum von Kursschwankungen betroffen sind. Wie sich deren Kurse entwickeln, hängt in erster Linie von den vorgelegten Ergebnissen ab. Exemplarisch hierfür steht der Pharmariese Roche – ein Qualitätstitel par excellence –, der seine Prognose, wonach Umsatz und Ergebnis (bei konstanten Wechselkursen) im Jahr 2020 wachsen werden, unlängst bestätigt hat und seine Dividende anheben will. Ein weiteres gutes Beispiel ist Sanofi, wo für 2020 ein Ergebniszuwachs zwischen 7% und 8% (bei konstanten Wechselkursen) erwartet wird.

Der neu aufgelegte Clartan Ethos ESG Europe Small & Mid Cap schließlich, der seit dem 21. September für Zeichnungen offensteht, verwaltet ein Vermögen von über 10 Mrd. Euro. Der Teilfonds, der bei der Anlage ESG-Kriterien berücksichtigt, ist zu 94% in europäische Aktien mit Schwerpunkt auf Nebenwerten (67% haben eine Marktkapitalisierung von 1 Mrd. Euro bis 10 Mrd. Euro) investiert. Mehr Informationen hierzu finden Sie auf unserer Webseite.

 

 

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